pfunkelferd blåg

Stück hackfleisch gewinnt schönheitswettbewerb

Juni 9th, 2008

Da es in meinem gehirn zwar schon recht lückenhaft aber trotzdem lückenhaft strukturiert zugeht, weiß dieses gewitzte organ ganz genau, dass es den fingern nicht einfach einen Kraków_artikel in die tastatur diktieren darf, bevor die vorherigen ereignisse nicht abgearbeitet bzw abgeblågt sind.

Zwar sind diese präkrakówskischen ereignisse nicht von großem weltgeschichtlichen interesse, aber vielleicht gewinne ich ja zumindest mal einen preis für komplettizität und irrelevanz.

  • Diplomarbeit: Habe ich mir geschnappt! Aber wie. Morgen geht’s los. Was ich machen werde? Im dunklen raum mit einem laser quantenpunkte jagen und mir ihre optischen verletzungsschreie ansehen. So viel darf ich sicherlich verraten. Wen das thema tatsächlich interessiert, dem erzähle ich selbstverständlich gerne mehr. In Garching freut man sich natürlich auch immer sehr über besuch, schließlich bin ich schon lange nicht mehr durch meine geliebte parabelrutsche gedüst.
  • Burger: Dass der Red Dot Design Award auch an restaurants verliehen wird, wusste ich nicht, bis ich neulich in einem so prämierten saß. Nämlich im Cosmogrill an der Maximilianstraße. Nettes ambiente, sehr plibing plibing, dementsprechend dann die burger auch reichlich teuer (so ab 7 öre) und in handlicher größe, aber lecker lecker und man bekommt ein leuchtpiepvibrier_UFO, das anzeigt, wann der burger fertig gebraten ist. Danke an den edlen einlader!
  • The Notwist: Wowdiwowdiwow! Wer hätte gedacht, dass es neben den konzerten, auf die man fast schon aus einer art gewohnheit heraus geht, noch welche gibt, die einen dermaßen begeistern können? Gut, wahrscheinlich lag es an der musik, man hätte ja schon fast wieder vergessen, dass die Neon Golden nun einmal das perfekte pop_album ist und nach wiederholtem hören nähert sich die The Devil, You + Me langsam asymptotisch an meine gernhabizität der Neon Golden an. Das wohl bemerkenswerteste des konzerts: Martin Gretschmann ist scheinbar einer dem computernerd typischen faulheit verfallen und bedient nun die 1m vor ihm stehenden geräte mit zwei überdimensionierten fernbedienungen, was die vermutung nahelegt, dass in zukunft bald die ganze band von ihm auf diese weise ferngesteuert wird. Frickel zisch karumms tirillier! Super konzert. Auch hier vielen dank an den edlen trommler!
  • Sonic Boom: So viel zum thema konzerte aus gewohnheit. Ich bin fast eingeschlafen.
  • Lunastrom: Ich weiß nicht, warum ich es an dieser stelle schreibe, trotzdem: Das war wohl nichts, Marc. Die Kammerspiele sind mit ihrer bestuhlung einfach ein doofer ort für eine party, dazu kommt die destruktive einlassbeschränkung an der tür und die musik hat es leider dieses mal auch nicht mehr retten können. Wo bleibt Sigur Rós? Wo Belle & Sebastian? Wo Arcade Fire?
  • Kevin Devine: Hach, das war vieleicht schön. Außerdem habe ich gelernt, dass das Orangehouse total überdimensionierte stempel hat, da diese falsch bestellt wurden.

Nachdem nun sämtliche irrelevanzen heruntergeblågt wurden, kann ich mich endlich dem krakówskischen thema widmen, aber nicht ohne vorher erwähnt zu haben:
Fahrt auf den Olympiaturm! Seht euch eure heimat von oben an, es ist ein günstiger spaß und verspricht nahezu grenzenlose freude!

Mit dem teufel auf du und du

Someone’s Plus One – Großartiger Ausdruck!

November 25th, 2007

“Was ist hier eigentlich los,” wird sich so mancher regelmäßige leser denken, “so lange kein eintrag und jetzt auf einmal in partieller großschreibung? Dieser malte ist mir nicht geheuer. Ich weiß nicht, ob das weiterhin das blåg meines vertrauens bleiben kann.”
Doch sei beruhigt, lieber leser. Nimm dir einen becher glühwein und kraule dich unter der achsel, denn dort ist es auch im winter kuschelig warm.
Ich frage mich, warum öffentlicher alkohol_ und drogenkonsum in deutschland so verpönt ist (jedenfalls werde ich meist recht verachtend angeschaut, wenn ich mit einer gediegenen flasche Salvator in der ubahn reise.), kaum aber fallen die ersten schneeflocken und es gibt weihnachtsgebäck in den supermärkten (also so gefühlt ab anfang juni), schon ist es auf einmal erlaubt, sich auf offener straße, nein sogar mitten auf dem marienplatz, mit erwärmtem gewürzten billigwein die kante zu geben. Schluss mit dem geglühweine, kinder! Trinkt lieber vodka, davon bekommt man wenigstens keinen kater und muss am nächsten tag bis 6 uhr abends das bett hüten, aber das ist eine andere geschichte.

Noch eine andere ist die der bereits erwähnten partiellen großschreibung. Ich dachte mir, es sei zeit, die wiederentdeckten shifttasten meines neuen laptops einmal auszuprobieren. Ich muss sagen, sie machen sich ganz gut, auch wenn ich noch keine durchgängig konsequente möglichkeit ihrer anwendung gefunden habe.

Nun könnte ich entweder über politik oder über musik schreiben. Da man sich bei ersterem meistens darüber aufregen muss, wie strunzdumm manche leute sind, widme ich mich lieber der musik und der tatsache, wie strunzintelligent John Darnielle ist. Dieser sagte nämlich zum erscheinen seines neuen Mountain Goats albums:

We are really excited about this album, and we wish it were out right now, but there is a law against releasing albums in December unless you are Queen.
Any album you see released in December is actually by Queen, no matter what it says on the cover.
Then in January everybody is recovering from having listened to too much Queen.
Hence, February. See you then!

Und noch etwas: “The Mountain Goats! Top of the pops!” rief Art Brut sänger Eddie Argos (der mit dem kiesweg) auf einem konzert in North Carolina. Dies kann man natürlich dank handykameradreckscheißdickfucksuck auf youtube nachsehen.

Auf der selben dubiosen videoplattform kann man sich übrigens auch eines der schönsten musikvideos von einer der schönsten sängerinnen (Scout Niblett) ansehen, die dabei von einem der hässlichsten sänger (Will Oldham) unterstützt wird, welcher aber dafür umso grandioser singt, und darum gehts ja. Anschauen! Bitte.
Scout Niblett werde ich übrigens beim Bavarian Open am 1. dezember bewundern dürfen, wofür ich 3 der letzten 6 karten ergattert habe. Juhuu!

Eine band, die optisch und musikalisch stark an The Decemberists erinnert, heißt Okkervil River. Sie ist unheimlich gut und gibt zudem unheimlich gute konzerte, zb letzten dienstag in der Registratur, die man niemals, wirklich niemals mit “Regi” abkürzen darf. Leute, die sich einen cappu oder einen caipi bestellen, sollten diesen übrigens meiner meinung nach mit einem freundlichen lächeln direkt über den kopf gekippt bekommen.
Aber zurück zu Okkervil River. Ganz besonders schön ist das lied A Girl In Port. Man kann sich das gesamte neue album The Stage Names auf der homepage anhören. Und das sollte man wirklich auch tun.

Zum schluss möchte ich erwähnen, dass ich es absolut nicht haben kann, wenn meine bettdeckenecken nicht in den dafür vorgesehenen ecken des bettbezuges stecken. So kann man doch nicht einschlafen. Ich rufe hiermit sämtliche erfinder dazu auf, eine lösung dieses problems zu finden. Und kommt mir bitte nicht mit sicherheitsnadeln, denn dies ist unästhetisch und zudem gefährlich.

Ich wünsche euch einen schönen abend, vergesst nicht, Tatort anzuschauen und immer eine gute figur auf öffentlichen toiletten zu machen, schließlich könnte euch dort euer zukünftiger ehepartner begegnen.

Nochwas: Zu weihnachten wünsche ich mir einen steinmader oder einen gecko. Stubenrein sollten sie sein. Ist so etwas gerade nicht zur hand, so wäre ich auch oder sogar fast noch mehr erfreut über einen schwarzen labrador_welpen oder irgendeine ähnliche mischung, ich bin da ja mal nicht so.

ereignisgeschnetzeltes

Oktober 3rd, 2007

lässt man ein weinglas aus dem wandschrank fallen, welches daraufhin nach ungefähr einem meter freien fall auf der küchenarbeitsplatte aufschlägt, so geht es nicht kaputt, wenn es denn von unglaublich hoher qualität ist. mundgeblasen wahrscheinlich. diese erkenntnis ereilte mich schon vor über einem jahr, ich wollte mein wissen nur an dieser stelle noch einmal festhalten, damit es auch für die nachwelt verfügbar sein wird.
ja, die gute alte nachwelt. wenn wir diese nicht hätten, wäre so manches tun nichtig, wenn nicht sogar alles.
ein glück, dass ich schon vor ca. 8 jahren eine zeitkapsel im königsdorfer forst versenkte, in dem sich ein klarinettenblatt und ein liebesbrief an die extraterrestrischen grünschleimmonsterfinder befand.
so also auch dieses blåg. als virtuelle zeitkapsel. aber wer bitte wird das internet weiterbetreiben, wenn wir alle verklimakatastropht sind? wer wird die peitsche schwingen, die die rinder am großen internetantriebsrad am cern antreibt?
ich werds wohl mal ausdrucken müssen oder auf microfiche speichern.
folgende punkte sollten bis dahin trotzdem erwähnt werden:

le nouveau
auch ohne beschädigung aus dem küchenschrank fallen lassen kann man wohl mein neues notebook, ein thinkpad r61. seit neuestem kann ich also auch wieder meine gehörschutz_stöpsel aus den ohren nehmen, während mein notebook in der wohnung schnurrt und auch ein akku ist jetzt dabei und das sogenannte wlan. alles dinge, die ich bisher nur vom hörensagen kannte. toll.
weniger toll ist die tatsache, dass das große software_unternehmen es immer wieder schafft, einen dermaßenen müll zusammenzuprogrammieren, dass die fortschritte des großen hardware_unternehmens schon beim systemstart im keim erstickt werden.
programme, die ich bisher mit dem vorschlaghammer schließen musste: 3.
manuelles computerausschalten per langeaufdenpowerknopfdrücken: 1.
auf diesem planeten werden wohl niemals vernünftigen betriebssysteme geschrieben werden. und kommen sie mir jetzt bitte nicht mit linux, meine sehrverehrten damen und herren.

reinraum
rockt. leider nur noch einen oder zwei tage, dann hat es sich vorerst ausgereinraumt. ein spannender und lehrreicher abschnitt meines lebens neigt sich dem ende zu.
neben all den fachlichen finessen, habe ich aber vor allem das große gesetz des reinraums gelernt:
dinge funktionieren grundsätzlich nicht, vor allem dann, wenn man denkt, dass sie funktionieren.
und: beseitigt man das eine problem, steht man immer vor mindestens 3 neuen.
dies hört sich frustrierend an, ist aber im grunde sehr spannend und auch gar nicht mal so schlecht, denn sonst könnte das ja jeder.
mittlerweile gibt es auch fotos vom reinsten ort auf erden, die werde ich wahrscheinlich in einem späteren beitrag einmal verwursten.

wiese
seit schon geraumer zeit findet auf der theresienwiese das weltweit größte oktoberfest, die sogenannte wiese statt. neulich hab ich mir das mal aus der nähe angeschaut. genauer gesagt wurde ich dort mit der aussicht auf ein kühles bier (der bayer nennt einen liter bier, den er aus dem sog. bierkrug zuzelt, liebevoll “maß”) hingelockt, doch dann einfach dreist stehengelassen. dieser umstand wurd zu meinem großen glück, denn so kam es, dass ich nur meine maximale oktoberfest_toleranzdauer dort verbringen musste, nämlich eine halbe stunde. schön war’s.
dürfte man sich als katholik seine wunschhölle aussuchen und wäre ich einer, dann wäre das sicherlich die wiesn.
kein ort auf der welt macht die tatsache deutlicher, dass die drohende klimakatastrophe und das damit verbundene aussterben der menschheit nicht früh genug eintreffen können.
ich habe meine chucks für dieses ereignis übrigens schon poliert! heißa!
hey baby, i wanna know if you’ll be my girl.

konzerte
auch hier in münchen gibt es in letzer zeit vermehrt konzerte, auf die es sich verschärft zu gehen lohnt. beispiele sind zahlreich:

art brut: top of the pops! top of the pops! geht es denn noch besser? wohl kaum.
das neue album ist hervorragend, das konzert war auch fantastisch, wenn auch nichts besonderes passiert ist. es ist immer gut, einen metal_gitarristen (der auch noch so aussieht) in der band zu haben. kann nie, wirklich nie schaden.
ein bisschen schockiert war ich, dass eddie argos aussieht wie john darnielle.
sehr schockiert war ich, als ich erfuhr, was dieser nach dem konzert auf einem kiesweg bei der kultfabrik tat.
punkrock ist nicht tot!

moneybrother: mindestens genauso gut wie art brut. ich wusste davor ja noch nicht mal, wie das gute geldbrüderchen überhaupt aussieht und ich war positiv überrascht. immerhin nicht wie john darnielle.
und das war vielleicht ein konzert! junge junge. sehr schön.
wenn einem das bier einer bedienung besonders gut schmeckt, gibt man besonders viel trinkgeld. wenn einem ein konzert besonders gut gefällt, geht man nachher noch am merchandise_stand ausgiebig shoppen. leider hat mein geld nicht für mehr als ein tshirt und einen geschenkten button gereicht.
moneybrother und band waren übrigens vor dem konzert noch auf der wiesn und dort leicht enttäuscht, dass ihnen nicht schon am eingang zwei maßkrüge in die hände gedrückt wurden und dass sie nicht in das zelt hineingelassen wurden. nach einer runde autoscooter gings dann auch schon wieder zurück ins taxi. die herren machen es richtig.

the decemberists: colin meloy sieht aus wie john darnielle! ganz besonders, wenn er singt. und er singt viel, denn es ist ja sein beruf.
das neue decemberists_album ist ja etwas ruhiger als das meisterwerk picaresque, so dass das konzert auch etwas ruhiger ausfiel, was das münchner publikum natürlich freute, denn bewegen tut es sich überhaupt nicht gerne, das münchner publikum. wenn man einmal kurz mit dem bein wippt, wird man sofort von allen umstehenden grimmig angeschaut.
wer es noch nicht kennt, sollte sich übrigens das video zu 16 military wives anschauen. model united nations – ich hab es nie verstanden..
colin meloy hat übrigens für seinen sohn nicht nur eine, sondern zwei lederhosen gekauft. respekt. aber sowas kann man in oregon sicher auch gut tragen, ohne dass man auffällt.

friska viljor: gestern im cord. ein super ort für konzerte und zudem eine super band. dürfte man sich als katholik seinen wunschhimmel aussuchen und wäre ich einer, dann wäre das vielleicht ein konzert im cord.
dass ich den schlagzeuger so lange zugeschwallt habe, bis er mir einen drink spendiert hat, tut mir leid. dass dieser dann aber fast nur aus purem vodka bestand, sollte aber ihm bzw dem barkeeper leid tun. wie stehe ich denn jetzt da? völlig restalkoholisiert. nichtsahnend. ich bin eine schande für die deutsche einheit.
friska viljor sind übrigens vorbildliche schweden, denn niemand hatte snus dabei.

diesmal die großen brüder im vorgarten

Juli 19th, 2007

artist

zwar diesmal nicht ganz im vorgarten, aber immerhin einen steinwurf entfernt: die großen brüder der kleinen schweden (mando diao)!
hat diese redewendung eigentlich schon jemals jemand verifiziert? ich war zwar immer ein großes leichtathletik_talent, aber im werfen war ich immer so schlecht, dass es jedesmal fast meine ehrenurkunde gekostet hätte. sagen wir also besser: so ungefähr 30 steinwürfe.
man sagt ja auch manchmal katzensprung. das ist zwar eine doofe überleitung, ermöglicht es aber, das foto zu erklären. ich hatte nämlich keine lust, das tausendste band_foto hier zu veröffentlichen (obwohl es ein paar ganz nette gibt), deshalb musste eben mal wieder der kater sein bildhübsches schnurrgesichtchen in die kamera halten. fotos von katzen sind ein hervorragendes allheilmittel.
musikalisch gibt es zum sonnenrot nicht allzuviel zu sagen. mein headliner der herzen (tocotronic) hat mich leider etwas enttäuscht. der sound war nicht gut und das ganze wirkte für die urgesteine der coolness, die begründer der hamburger schule, die großartigen tocotronic leider etwas zu routiniert runtergeschrammelt. ebenso (wie kaum anders erwartet) mando diao. der sänger (mir wurde geraten, bandmitglieder nicht mehr beim namen, sondern beim instrument zu nennen) trug passend dazu auch nur eine jogginghose und ein weißes unterhemd. eher widerlich als sexy, aber wer bin ich, der das beurteilen möchte.
aber das ist man ja gewohnt von festivals, es geht ja sowieso vielmehr darum, mit netten leuten in den matsch zu fallen und sich völlig überteuerte angebliche nahrungsmittel in den mund reinzufrühlingsrollen. lecker lecker!
zu sagen bleibt: super festival, tolle stimmung, fantastisches wetter, nette leute, genau die richtige größe und das lineup ist für den preis eigentlich auch sehr okej.

lecker lecker

goldene luftbrücken

Juli 14th, 2007

ich wiederhole mich nur allzu gerne:
ich bin zurück!
brezn, bier und leberkas haben mich wieder fest in ihrer gewalt. ich habe ja von leuten gehört, die sowas sagten wie:
“hä, du bist wieder zurück? auf deinem blåg hat sich das ja gar nich so angehört.”
nun gut, jetzt ist natürlich auch die frage, wie weit dieses blåg ein direktes abbild der wirklichkeit ist. schließlich würde ich nur allzu gerne hier verkünden, dass ich in wirklichkeit eine 80jährige ungarische trompetenlehrerin bin, der vom bösen internet übel mitgespielt wurde und welche sich nun auf grausame weise durch diese unsinnsgeschichten rächen möchte.
das ist natürlich quatsch.
was allerdings wahr ist, ist dass ich in wirklichkeit gar nicht in schweden war, sondern 10 monate in einem münchner keller_internet_café saß, in dem ich mich ausschließlich von kondenswasser und zwieback ernährt habe, welcher mir ja von meinem erasmus_stipendium finanziert wurde.
jetzt da ich wieder am tageslicht bin, muss mein leben natürlich wieder ins rollen kommen. teilweise rollt es schon recht gut, teilweise eiert es aber auch noch ein bisschen.
die größte erfolgsmeldung ist wahrscheinlich, dass ich – wer hätte es gedacht – mit vollgas ins arbeitsleben hineingebrettert bin.
vorbei sind die tage der gähnenden langeweile und des lebens am rande der armutsgrenze.
ich bin steinreich und feiere mittlerweile auch schon erste berufliche erfolge und sommerfeste. und das schöne an meinem job ist: beruflicher erfolg bedeutet erfolg in der forschung!
aber dazu könnte ich ja bei zeiten auch mal einen eigenen beitrag verfassen.
er würde handeln von goldenen luftbrücken, filigranen dioden, grazilen wellenleitern, aufständigen widerständen und kondensatoren, die es faustdick hinter den ohren haben. aber wahrscheinlich unterliegt das sowieso alles einem geheimen geheimnis.
deshalb jetzt mal psst.
was allerdings ausgeplaudert werden darf ist, dass ich gestern auf dem sonnenrot_festival ein fröhliches bad in der festival_eigenen jauche pfütze genommen habe, das war ein spaß, meine herren! mein teuflischer plan, in diesem zustand jan delay zu umarmen, auf dass er zeitlebens als wandelnde stinkbombe sein dasein fristet, wurde leider nicht verwirklicht.
ist es eigentlich im showbusiness nicht eigentlich so, dass hübsche und intelligente menschen auf den großen bühnen stehen sollten? ich verstehe die welt nicht. noch nicht!

sugarplum fairy – raus aus meinem vorgarten!

Mai 14th, 2007

tokio fairy

wie bereits schon lauthals angekündigt, hat am samstag im rahmen des afb festivals die berühmte schnullerpop_band sugarplum hotel in meinem vorgarten gespielt.
dem spektakel von meinem fenster aus beizuwohnen war leider wegen einem frisch ergrünten baum nicht möglich, so musste man sich zwischen teenager_horden zwängen, um einen hauch des frischen babypuder_geruchs einzufangen.
sowohl performance als auch outfit waren in gekonnter professioneller weise von den großen brüdern abgeschaut, musikalisch konnten sie sich aber zumindest in meinen ohren nicht von der bezeichnung poprockschrummeleinheitsbrei abheben.
einen neuen fan (philipp) haben sie dann aber doch noch gewonnen, da dieser carl durch sein blondes haar wuscheln durfte (siehe foto).
was es mit dem tshirt und der homosexuellen tochter auf sich hat, weiß ich leider nicht, da ich das erst beim betrachten des fotos gemerkt habe. schade.

homosexuella dotter

you really got a hold on me

April 11th, 2007

jd as we love him

es ist ja immer unheimlich schwer, konzerte zu beurteilen.
handelt es sich zb um eine band, die man vorher gar nicht kannte oder nur im crashkurs 2 lieder zum mitsingen auswendig gelernt hat, dann kann natürlich auch das ganze konzert nicht zum supreme erlebnis werden. überraschende ausnahmen gibt es nur ganz selten, wie zb für mich damals, als ich keane als vorband von starsailor gehört habe und überraschenderweise sofort hin und weg war.
spielt aber eine sogenannte mitternachtsband (eine band, deren lieder man auswendig rückwärts singen kann, wenn man mitternachts geweckt und darum gebeten wird), die einen seit jahren treu zb in die analogie und zurück begleitet, dann muss schon außerordentlich schlimmes passieren, dass der konzertgenuss nicht zur erwartungsgemäßen heißahoppsassa_jubelparade mit begeisterungsgarantie wird.
man merkt, ich möchte nur diese folgende aussage etwas relativieren:

the mountain goats im loppen, christiania war ja wohl mal das dermaßen perfekteste konzertgroßerlebnis der letzen 24 jahre, wenn nicht sogar seit der erfindung der gitarrensaite!
von der wahnsinnig gemütlichen location bis hin zu johns schuhwerk (weiße skater_schuhe, wie die, die man von seiner mutter gekauft bekommt, in dem glauben, so etwas sei doch jetzt ‘in’) hat einfach alles gestimmt (na gut, subtrahieren wir mal die bierpreise – dänemark halt).
weitere neuentdeckte grundwahrheiten:

  • jd besitzt die schönste gitarrengurt_ikone, die ich bisher gesehen habe
  • peter ist der wohl weltweit süßeste bassist (er rückt john die hand zurecht, wenn er nicht weiß, wie das lied geht
  • california song ist das perfekte lied, um die bühne zu verlassen und nie wieder zu kommen

als wir (der dreiköpfige black rebel bicyle club) dann aber am nächsten tag unsere fahrräder sattelten um groupiegleich dem mountain goats tourbus (tour_smart?) nach lund nachzureisen, erlebten wir eine große ententtäuschung, als wir zwar die band verpassten, aber dafür in einer schwedischen musikspezialisten_privatparty zu landen (kennen sie köln?).
schön wars!

you are sleeping off your demons
when i come home
spittle bubbling on your lips
fine white foam

i am young and i am good
it’s a hot southern california day
if i wake you up, there will be hell to pay

and alone in my room
i am the last of a lost civilization
and i vanish into the dark
and rise above my station
rise above my station

but i do wake you up, and when i do
you blaze down the hall and you scream
i’m in my room with the headphones on
deep in the dream chamber
and then i’m awake and i’m guarding my face
hoping you don’t break my stereo
because it’s the one thing that i couldn’t live without
and so i think about that and then i sorta black out

held under these smothering waves
by your strong and thick veined hand
but one of these days i’m going to wriggle up on dry land

the mountain goats – hast thou considered the tetrapod

für das folgende setlist_foto musste unter anderem ein hochpassfilter angewendet werden, um die schrift halbwegs lesbar zu machen.

christiania setlist

olav hat recht

März 27th, 2007

jeder mensch braucht seine stilvorbilder!
(für den beweis bitte runterscrollen.)

malte prince billy

mando diao gastheimspiel

März 5th, 2007

wer hätte das gedacht, dass ich jemals außerhalb des münchner atomic cafés in den genuss kommen würde, schwedische musik zu hören. dass ich dafür ausgerechnet nach schweden reisen musste macht die ganze sache nur umso mysteriöser. das eigentliche heimspiel (naja, malmö ist nich borlänge, aber immerhin schweden) verlief nämlich wesentlich unspektakulärer als man mando diao auftritte in deutschland mittlerweile gewohnt ist (kreischende jungs, in ohnmacht fallende securities, usw).
trotzdem natürlich ein wunderbar runtergerockter konzertgenuss von ziemlich genau einer stunde, danach war klubb für uns und schlafengehzeit für die meisten minderjährigen konzertbesucher.
nur wer der auf der eintrittskarte angepriesene support war, frage ich mich noch immer, ich hab nämlich keinen bemerkt. vielleicht der kleine junge, der während des letzten liedes, als alle bandmitglieder schon längst halbnackt auf der bühne standen, so fachmännisch den schellenkranz geschwungen hat, wer weiß.

finger hoch

sonne nicht gesehen

März 2nd, 2007

zur huldigung der tatsache, dass sich jetzt schon seit mindestens 2 wochen kein einziger sonnenstrahl mehr auf meinen regendurchtränkten kopf verirrt hat, dieser wunderschöne songtext von fink – sonne nicht gesehen:

ich hab die sonne nicht gesehen
noch nicht an einem trocknen tag
und wo immer ich auch hingeh
ist es grau und nass
mein zuhaus ist eine regenrinne
und mein bett ein regendach
es gibt ne menge sorten regen
und ich wurd von allen nass
ich bin geboren in einem regen
an einem regentag
und dagegen hilft kein mittel
und kein doktor und kein arzt

ref:
das ist zu nass nass nass dafür bin ich nicht gemacht
ich will nicht mehr im regen stehen mir ist es da zu nass
zu nass nass nass vielleicht liegts an dieser stadt
nur warum läßt der himmel immer alles an mir ab

ich steh im warmen regen kalten regen
nicht vergessen schneeregen
regenguss und hagelschlag
dicker regen dünner regen
nieselregen sprühregen
es regnet manchmal wütend, manchmal stark
kurzer regen langer regen
minuten und sekundenregen
es regnet in der nacht und den ganzen tag

ref

es regnet schmutz und ziegelsteine
knorpelschauer eisenteile
es regnet katzen und gebein
schlagregen seitenregen
tröpfeln und frontalregen
es regnet schrauben und schleim
starker regen würfelregen
und auf und ab regen
und irgendwo regnets immer rein
ein altes lügenmärchen sagt
dass wenns genug geregnet hat
hört der sommer wieder auf
ich hab die sonne nicht gesehn
noch nicht an einem trocknen tag
doch ich geb die hoffnung noch nicht auf

ref

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