da maxi neulich vorschlug, die kategorie the universität zu gründen und diese dann aber völlig leer zu lassen, habe ich zumindest die erste hälfte des vorschlags umgesetzt und möchte mich jetzt doch endlich mal dem langweiligen thema meiner fortbildung zum elite_pfunkelfysiker widmen.
was du nicht kannst ist mehrere
mehrere leben führen
auf mehrere schiffe gehen
und das schenkt dir die treue realität
und der rest
und der rest ist hobby
peterlicht – kopf zwischen sterne
mehrere leben führen. zum beispiel gleichzeitig lth_nerd sein und dabei spaß haben. zum beispiel im elektronik_huset rollerblade fahren (auf ideen kommen die..).
ich frage mich, in welchen verhängnisvollen millisekunden meines lebens die weichen in richtung physik (technical university, nerd, stundenlang im kellerloch vorm computer sitzen) gestellt wurden und nicht ins spaß_land, wo wein weib und gesang fließt, wo einem die dreadlocks und die fröhliche ringelreihen_musik direkt in den mund flattert und wo man sich gegenseitig mit diesen großen löffeln von ikea füttert (hach, ich bin ein gebranntes kind der evangelischen jugend).
kombinieren lässt sich beides nur schwer. zu scharf wird der grenzstreifen zwischen den beiden bereichen bewacht und nachts muss man aufpassen, dass einen die hunde in ihrem laufgraben nicht beißen, wenn man leicht betrunken von einem der viel zu seltenen besuche des spaß_landes heimkehrt.
heute musste ich mein eines laboratory exercise in digitaler holographie canceln, was sicherlich ein großer unverständlicher fünfstündiger spaß im abgedunkelten kellerloch geworden wäre. der grund hierfür ist, dass ich bis freitag ein weiteres projekt in cryptology abgeben muss, woran peter und ich heute weitere 8h im computerraum saßen, nur um den des_algorithmus zu programmieren, der mittlerweile übrigens schon lange geknackt wurde. great success! immerhin läuft das programm wie geschmiert und morgen werden wir uns der linearen kryptoanalyse daran widmen, um das ganze fachmännisch wieder zu knacken.
konstruktion – destruktion, that’s what it’s all about.
ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, wie das schwedische universitäts_system von allen seiten dermaßen hoch gelobt werden kann.
die sache ist die: das semester ist in 2 quartester eingeteilt. da diese so unheimlich kurz sind, aber jeweils ein voller kurs (der ja einen gewissen stoffumfang besitzt) in dieser zeit durchgeballert werden muss, bedeutet das, dass ein unheimliches arbeitspensum in form von lectures, exercises, turn_in_assignments und labs bzw projects auf einen zukommt. das ist wahrscheinlich schon alles irgendwie machbar, wenn man nur einen kurs hätte. hört man aber zwei kurse mit jeweils 5 schwedischen credits (entspricht 7,5 ects), dann wird das ganze schon knapp und in meinem fall läuft es dann eben darauf hinaus, dass ich zwar bis jetzt die ganzen obligatorischen sachen eingereicht habe, aber von der theorie in den lectures kaum etwas mitbekommen habe. wann sollte man auch noch zeit haben, die lecture notes zu lesen? jetzt etwa? es ist 0007 uhr!
ob ich jetzt, wo ich das eine lab in photonics geschwänzt habe, überhaupt den kurs noch fachgerecht zu ende bringen kann, ist sowieso zweifelhaft und dann war die ganze arbeit zwar nicht umsonst, aber immerhin umsonsterer.
gut, natürlich ist das alles nur ein sehr persönlicher eindruck eines freizeit_verwöhnten tum_studenten..
nächste periode wird sowieso alles besser! dann wird erst mal schwedisch gelernt.
många hälsningar,
painted
