pfunkelferd blåg

besuche machen malte malade

April 24th, 2007

erschreckend aber wahr:
kerstin zerstörte meinen magen, maxi und vroni meine beine und inga abschließend meine nase per sonnenbrand.
trotzdem hat sichs gelohnt, immerhin hab ich endlich meine öresund rund bei strahlend blauem himmel und proppenvollen städten erlebt. das war sehr schön.
das wissenschaftliche resultat dieser reise lässt sich wie folgt zusammenfassen:
während der schwede sich nachmittags gerne zahlreich auf dem stortorget versammelt, um dort auf seinem hosenboden sitzend eis zu schlabbern (wohlgemerkt keinen tropfen alkohol), sitzt der däne auf der anderen seite des öresunds genauso zahlreich versammelt auf dem helsingörer stadtplatz und kippt das bier in strömen seine kehle hinunter, dass es nur so eine freude ist.
dass der däne zudem gerne glatzköpfig und tätowiert ist, ist eine these die ich hier zwar schon einmal mit bleistift aufstellen möchte, aber noch habe ich zur bekräftigung dieser aussage nicht genug empirisches material gesammelt.

morgen gehts in die hauptstadt (stockholm)! ich bin schon ganz aufgeregt. werden die eingeborenen mich akzeptieren? wird man mich mit meinem skånska dialekt verstehen können? werde ich beim anblick dieser großstadt endgültig in heimwehgeheule (münchen) ausbrechen? jedenfalls bin ich gespannt. man munkelt ja, dass diese stadt so einiges zu bieten hat.

ansonsten weiß ich mittlerweile, wann ich den münchner bahnsteig küssen werde, dazu aber in einem späteren eintrag mehr..
vi ses!

sonnenbrandabholung kronborg slot

the black rebel bicycle diaries

April 22nd, 2007

it’s funny, you live in the universe, but you never do these things till someone comes to visit

- dr. zoidberg -

diese sachen, wie zb von lund über lomma nach malmö zu radeln.
ich bin ja ein großer freund des fahrrads, da ich finde, erst wenn man einen ort mit dem fahrrad durchquert hat, kann man sich dort wirklich zu hause nennen. es ging mir mit münchen ja jahrelang so, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass es einen überirdischen weg zb zwischen sendlinger tor, marienplatz, odeonsplatz und universität gibt. das alles waren orte, die man unterirdisch erreichen konnten aber räumlich irgendwie völlig isoliert existierten.
aber zurück zum thema: besuch von vroni und maxi. det var jättebra!
auf jeden fall möchte ich anmerken, dass ich selten ein so gutes black_tiger_garnelen_risotto gegessen habe wie das von unbekannter meisterhand gezauberte.
auf die erfüllung meines traums, öresund rund bei besserem wetter und an einem werktag zu machen, musste ich dann aber noch eine weitere woche (besuch inga) warten, denn es war mal wieder kalt und nass, aber das ist ja auch irgendwie das authentischere erlebnis. außerdem hatte schweden über ostern aber mal so dermaßen geschlossen, dass man auf lunds straßen problemlos hätte picknicken können.
exorbitant großartig war auch das mehrfache besteigen wehrloser bäume wie zb in kopenhagener parks oder am schlosssee zu hilleröd. die welt vom baum betrachtet..

black rebel bicycle club

über die unmöglichkeit, in schweden krank zu sein

April 17th, 2007

endlich einmal wieder aus der reihe ‘kuriose erlebnisse in schweden’ ist der folgende artikel:

angenommen, man wohnt in schweden und stellt eines tages fest, dass sich der eigene bauch seltsam verhält und nachdem er dieses spielchen mehrere wochen mit einem gespielt hat, beschließt man, dann wohl doch besser mal einen arzt aufzusuchen.
nachdem das schon das erste mal nicht funktioniert hat, will man natürlich dieses mal schlauer sein und ruft schon am montag nachmittag in der vårdcentrale an, in der hoffnung, am nächsten tag einen termin zu bekommen. nach 10 minuten warten wird einem dort mitgeteilt, man solle am nächsten tag um 8 noch einmal anrufen, da dann die termine für den tag vergeben werden.
man geht also extra früh ins bett, um am nächsten morgen fit und ausgeruht um punkt 8 dort anzurufen. dies ist aber völlig unmöglich, da laut stimme vom band die warteschlange zu lang ist. man solle es später noch einmal versuchen.
versucht man es eine halbe stunde später, so landet man auf warteschlangenplatz 13, was eine wartezeit von exakt 40 minuten bedeutet. am ende dieser 40 minuten wird einem mitgeteilt, dass man ohne schwedische personennummer und ohne akute beschwerden nicht mit einem termin innerhalb der nächsten 3 wochen rechnen kann. aber man solle es doch mal in der privatklinik blabla versuchen, von der einem freundlicherweise die nummer mitgeteilt wird.
bei privatklinik blabla landet man dann auch nur auf warteschlangenposition 9, was dort nur ca. 20 minuten warten entspricht, die man ja gerne auf sich nimmt, in der hoffnung auf einen baldigen termin in einer goldvertäfelten privatklinik. den bekommt man aber natürlich nicht, da dort generell keine termine an ausländer ohne personennummer vergeben werden. aber man solle doch einfach mal ins krankenhaus gehen.
da man weiß, wie die notaufnahme im lunder universitätssjukhuset aussieht, spart man sich diesen aussichtslosen weg und ruft auf der servicenummer 1177 an. dort wartet man auch nur 13 minuten und schon wird einem ein medikament mitgeteilt, dass man ja mal nehmen könnte und außerdem bekommt man noch die nummer der jourcentralen, welche aber erst um 17 uhr aufmacht. dort könne man dann ja anrufen und dort bekommt man dann sicher einen termin.
mittlerweile hat man 2 stunden seines wertvollen vormittages am telefon verbracht und mehrere euro in die warteschlange geschmissen.

just in diesen sekunden des artikelschreibens (es ist 1719) wartet man darauf, bis die telefonschlange kurz genug ist, dass man sich hinten anstellen kann und man nicht sofort wieder rausgeworfen wird.
man ist gespannt auf die weitere entwicklung, über die ich selbstverständlich berichten werde.

in der zwischenzeit möchte ich anmerken, dass ich mir heute schon einmal vorsorglich einen mumienschlafsack (haglöfs zleep 1200) gekauft habe, in dem ich dann bitte beerdigt werden möchte, wenn es sich hier in schweden tatsächlich als unmöglich herausstellen sollte, jemals einen arzt zu sehen.
manchmal wundert man sich ja schon über das leicht verzerrte bild skandinaviens im ausland. das vielseits gelobte universitätssystem stellt sich im wahren studentenleben dann doch als vielleicht nicht unbedingt das perfekte heraus.
und das gesundheitssystem? kein wunder, dass hier niemand krank ist, wenn es so wenig spaß macht, krank zu sein. das ist natürlich eine geschickte taktik, die kranken durch mangelnde medizinische versorgung einfach sterben zu lassen, so dass der rest des volks gesund bleibt und die statistik lacht sich mal wieder ins fäustchen.
genau so ist es übrigens auch mit der raucherstatistik. es wird kaum geraucht in schweden, das ist wahr und wirklich unheimlich angenehm (meine kleidung und lunge sagen tack). aber dafür stopft sich jeder männliche schwede (und auch einige weibchen) mehrmals pro tag ein im kochbeutelchen verpacktes tabak_salz_gemisch unter die oberlippe, das sich snus nennt und einen ungeübten snuser wie mich auf der stelle nikotinmäßig total umhaut. gute nacht gleichgewichtssinn.

mittlerweile ist es 1734 und ich bin endlich in der schlange auf platz 12 eingestiegen, aber nach 4 minuten auf der selben position warten wird es mir zu doof und ich bin wieder raus.
bis 2000 ist es absolut unmöglich, überhaupt auch nur in diese schlange reinzukommen, ich gebe also hiermit feierlich auf und wickel mich in meinen mumienschlafsack, das nahe ende erwartend.

auf wiedersehen schöne welt.
adjö mit ö.

sonnenbrand an nase und router

April 15th, 2007

nicht nur meine nase, sondern auch mein router haben die letzten tage zu viel sonne abbekommen.
das ergebnis: beide kaputt. ich kann also von nun an nicht mehr gleichzeitig das internet und das telefon nutzen, was bedeutet, dass ich wohl öfters telefonisch nicht erreichbar (besetzt) sein werde. in diesem fall kann man mir das aber einfach per mail oder icq_nachricht mitteilen und ratz fatz ist umgestöpselt. ich hoffe, das wird sich in der praxis als so einfach erweisen, aber ich habe einfach keine lust, für den letzten monat noch einen neuen router zu kaufen..

you really got a hold on me

April 11th, 2007

jd as we love him

es ist ja immer unheimlich schwer, konzerte zu beurteilen.
handelt es sich zb um eine band, die man vorher gar nicht kannte oder nur im crashkurs 2 lieder zum mitsingen auswendig gelernt hat, dann kann natürlich auch das ganze konzert nicht zum supreme erlebnis werden. überraschende ausnahmen gibt es nur ganz selten, wie zb für mich damals, als ich keane als vorband von starsailor gehört habe und überraschenderweise sofort hin und weg war.
spielt aber eine sogenannte mitternachtsband (eine band, deren lieder man auswendig rückwärts singen kann, wenn man mitternachts geweckt und darum gebeten wird), die einen seit jahren treu zb in die analogie und zurück begleitet, dann muss schon außerordentlich schlimmes passieren, dass der konzertgenuss nicht zur erwartungsgemäßen heißahoppsassa_jubelparade mit begeisterungsgarantie wird.
man merkt, ich möchte nur diese folgende aussage etwas relativieren:

the mountain goats im loppen, christiania war ja wohl mal das dermaßen perfekteste konzertgroßerlebnis der letzen 24 jahre, wenn nicht sogar seit der erfindung der gitarrensaite!
von der wahnsinnig gemütlichen location bis hin zu johns schuhwerk (weiße skater_schuhe, wie die, die man von seiner mutter gekauft bekommt, in dem glauben, so etwas sei doch jetzt ‘in’) hat einfach alles gestimmt (na gut, subtrahieren wir mal die bierpreise – dänemark halt).
weitere neuentdeckte grundwahrheiten:

  • jd besitzt die schönste gitarrengurt_ikone, die ich bisher gesehen habe
  • peter ist der wohl weltweit süßeste bassist (er rückt john die hand zurecht, wenn er nicht weiß, wie das lied geht
  • california song ist das perfekte lied, um die bühne zu verlassen und nie wieder zu kommen

als wir (der dreiköpfige black rebel bicyle club) dann aber am nächsten tag unsere fahrräder sattelten um groupiegleich dem mountain goats tourbus (tour_smart?) nach lund nachzureisen, erlebten wir eine große ententtäuschung, als wir zwar die band verpassten, aber dafür in einer schwedischen musikspezialisten_privatparty zu landen (kennen sie köln?).
schön wars!

you are sleeping off your demons
when i come home
spittle bubbling on your lips
fine white foam

i am young and i am good
it’s a hot southern california day
if i wake you up, there will be hell to pay

and alone in my room
i am the last of a lost civilization
and i vanish into the dark
and rise above my station
rise above my station

but i do wake you up, and when i do
you blaze down the hall and you scream
i’m in my room with the headphones on
deep in the dream chamber
and then i’m awake and i’m guarding my face
hoping you don’t break my stereo
because it’s the one thing that i couldn’t live without
and so i think about that and then i sorta black out

held under these smothering waves
by your strong and thick veined hand
but one of these days i’m going to wriggle up on dry land

the mountain goats – hast thou considered the tetrapod

für das folgende setlist_foto musste unter anderem ein hochpassfilter angewendet werden, um die schrift halbwegs lesbar zu machen.

christiania setlist

ankunft der gelben sau

April 2nd, 2007

die sonne, die gelbe sau, ist mittlerweile endgültig hier in schweden angekommen. meine winterjacke habe ich ja schon vor langer zeit ins bayrische exil geschickt, aber auch meiner pullover und langen hosen kann ich mich wohl bald entledigen.
wenn man zur zeit sehr wenig von mir hört, dann liegt das also nur daran, dass sich mein sogenannter laptop nicht auf den balkon transportieren lässt. und an einem anderen ort als an diesem lohnt sich das dasein zur zeit sowieso nicht.
punkt.

rivers will all turn to blood / frogs will fall from the sky / and the plague will rage through the countryside / lalalala