pfunkelferd blåg

a year is just a drop in time

Mai 26th, 2007

everything is open
nothing is set in stone
rivers turn to oceans
oceans tide you home
home is where the heart is
but your heart had to roam
drifting over bridges
never to return
watching bridges burn

travis – driftwood

dass ich irgendwann wieder zurück kommen würde, hat man ja schon lange befürchtet, mittlerweile steht auch der termin auf die sekunde genau fest. vielleicht sollte man besser sagen “auf den tag genau”, da dies bekannterweise die übliche zeitunschäfe der deutschen bahn ag ist.
grund zur sorge gibt mir mein gepäck, vielleicht sollte ich vorher besser noch einmal bei der bahn anrufen und mich über die zulässige achsenlast erkundigen. die zulässige maltelast wurde ja schon bei meiner anreise kunstvoll ausgetestet, ob diese nun überschritten werden muss und ich wie eine platte schildkröte unter meinem gepäck erdrückt werde, wird sich noch herausstellen.
des weiteren habe ich immernoch ein fahrrad und zwei southside_tickets zu verkaufen. das eine hat zwar mit dem anderen nichts zu tun, trotzdem befürchte ich bei beidem irgendwie, dass ichs nicht vernünftig los bekomme.
interessant wird meine wohn_situation nach dem 1.6.7, da ich an diesem tag offiziell auf die straße gesetzt werde. einige lustige szenarien spielen sich schon jetzt vor meinem inneren auge ab. beteiligte akteure: ich, das international housing office personal, die feuerwehr, die polizei, rauchgranaten, schlagstöcke, mein gepäck. ich freue mich!
wenn man also ab dem 1.6. nichts mehr von mir zu hören bekommt, sollte man sich nicht wundern, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es schaffen werde, eine woche später das land fluchtartig zu verlassen.
jetzt muss ich mich aber erst einmal auf die abschiedspartey heute abend vorbereiten, von denen ab heute täglich mindestens eine statt finden wird.
harry viderci!

was nicht ist kann niemals sein

Mai 21st, 2007

alles geht drunter und drüber, keine ahnung, ob das jemanden interessiert, ich glaube nämlich kaum, dass nach 9 monaten noch irgend jemand mein blåg liest. das kann ich natürlich gut nachvollziehen. 9 monate sind schließlich die zeit, die es dauert, jemanden auf die welt zu befördern, warum sollte es umgekehrt nicht genauso sein.
how to disappear completely.
wer verschwunden ist, kann natürlich auch nicht aufs southside_festival fahren und erst recht kann er auch sein rad nicht mehr fahren.
muss alles verkauft werden!
alles verkauft, hunderttausend mark weg, elfriede!
wer southside_tickets braucht, möge sich bitte melden.
ein blåg wird erst dann lustig, wenn es niemand mehr liest. dann kann man sich so richtig austoben. krawall und remmidemmi!
erst wenn alles scheißegal ist, macht das leben wieder spaß.
also nur für mich zum später daran orientieren möchte ich hiermit festhalten: ja, ich komme irgendwann ins sonnenverwöhnte münchen zurück. übermorgen aber erst mal eine niedrigdimensionale klausur. nein, ich bin nicht betrunken.
erschreckend war es heute festzustellen, wie sich die erasmus gesprächsthemen auf ein qualitätsmaximum gesteigert haben. regionale unterschiede, that’s what makes the world go round. heute: welche laute, die es im französischen gibt, existieren nicht im italienischen?
morgen: ist italienischer oder spanischer schinken schmackhafter? nächste woche: deutsche feinripp_unterwäsche – kann sie mit chinesischer spitze mithalten?
das leben unter einer käseglocke.
einer der schönsten momente meines lebens war übrigens, als richard oehmann (ich hoffe, du findest das hier duch selbstvergoogleung) in seinem puppentheaterstück den kleinen prinzen als trivialliteratur bezeichnet hat.
übrigens habe ich es geschafft, die küche zu einem ort deutscher gemütlichkeit zu machen. nachdem ich lauthals verkündet habe, aufzuhören zu putzen, da es ja offensichtlich nicht für nötig befunden wird, folgten mir promt auch alle anderen 12 korridor_insassen. es bildet sich also langsam ein perfekter nährgrund für die parasiten, die die nächste generation exchange_studenten heimsuchen werden.
mit diesem beitrag habe ich es hoffentlich geschafft, mein blåg entgültig unlesbar zu machen. schade eigentlich, mir hats ja bisher eigentlich großen spaß gemacht.

sugarplum fairy – raus aus meinem vorgarten!

Mai 14th, 2007

tokio fairy

wie bereits schon lauthals angekündigt, hat am samstag im rahmen des afb festivals die berühmte schnullerpop_band sugarplum hotel in meinem vorgarten gespielt.
dem spektakel von meinem fenster aus beizuwohnen war leider wegen einem frisch ergrünten baum nicht möglich, so musste man sich zwischen teenager_horden zwängen, um einen hauch des frischen babypuder_geruchs einzufangen.
sowohl performance als auch outfit waren in gekonnter professioneller weise von den großen brüdern abgeschaut, musikalisch konnten sie sich aber zumindest in meinen ohren nicht von der bezeichnung poprockschrummeleinheitsbrei abheben.
einen neuen fan (philipp) haben sie dann aber doch noch gewonnen, da dieser carl durch sein blondes haar wuscheln durfte (siehe foto).
was es mit dem tshirt und der homosexuellen tochter auf sich hat, weiß ich leider nicht, da ich das erst beim betrachten des fotos gemerkt habe. schade.

homosexuella dotter

fluch digitalkamera

Mai 8th, 2007

möchte man an solche situationen dank digitalkamera auch noch visuell erinnert werden? ja wohl kaum! was interessiert es einem am nächsten tag, ob gewisse personen am abend zuvor versucht haben, die tür zur sauna mit einem straßenschild aufzubrechen? auch wenn man persönlich daran nur kaum beteiligt war, will man das doch am nächsten tag alles gar nicht so genau wissen.
lieber leser, zur vermeidung solcher und ähnlicher situationen: stampfen sie bitte ihre digitalkamera ein. besser sofort als zu spät!

der ganze schlamassel fotografisch festgehalten

valborg

Mai 7th, 2007

kaum kriechen die ersten sonnenstrahlen aus der sonne hinaus, kriecht auch der schwede in den lunder stadsparken, im gepäck seine sämtlichen über das jahr angesammelten alkoholvorräte, um diese dort mit großem tamtam zu vernichten. dieses kulturelle großereignis nennt sich valborg, findet statt am 30.4. und ist tatsächlich das größte studentische fest des jahres. zelebriert wird es folgendermaßen:
man begibt sich wie schon gesagt morgens um 9 in den stadspark, betrinkt sich dort über beide ohren und weit darüber hinaus, badet kurz im brunnen und schläft dann irgendwann in einem einkaufswagen ein. irgendwann am nachmittag wacht man rechtzeitig auf, um am champagnergaloppen in irgendeiner nation teilzunehmen. was das genau ist, hab ich bis jetzt noch nicht herausgefunden, sicher ist aber, dass es hauptsächlich mit champagner und alkohol im allgemeinen zu tun hat, na klar.
danach kann man dann bei einem sittning ein wenig feste und ungleich mehr flüssige nahrung zu sich nehmen, bevor man dann abends auf eine der zahlreichen nation_parties geht. diese geht dann wie üblich aber nur bis 2, danach muss man sich dann nach einer afterparty umsehen, jaja, man weiß ja, wie das ist.
schließlich: ist die bayrische maifeier denn soweit davon entfernt? wohl kaum!

valborg menschenauflauf

stockholm

Mai 7th, 2007

das gute wetter und universitäre verpflichtungen sind schuld, dass ich mit dem blåggen gnadenlos hinterher bin. es ist nämlich nun schon eine gute woche her, dass ein beachtlicher teil meines korridors einen ausflug nach stockholm machte.
wunderschöne stadt übrigens.

venedig des nordens
dieses foto zeigt beeindruckend, warum man stockholm auch das venedig des nordens nennt. ein großer quatsch, wie ich meine, denn schließlich gibt es glaube ich in jedem land dieser erde ein venedig von blablabla. passau zb nennt sich das venedig bayerns und wenn mich nicht alles täuscht, nennt man venedig auch das venedig italiens, damit man es überhaupt noch wiedererkennt zwischen all den anderen venedigs.

reisegruppe
erasmus at it’s best: deutschland, frankreich, frankreich, deutschland, italien, italien und an der kamera: frankreich. auf fotos bescheuert schauen ist allerdings international.

lost in cartography
obwohl die stadt verglichen mit deutschen großstädten natürlich ein witz ist, muss jede route fachmännisch geplant werden. beliebtes transportmittel hierfür: die gute alte tunnelbana. schwedens einzige untergrundbahn, aber dafür angeblich eine der größten kunstgalerien der welt.

hallo madeleine
mit tunnelbana und bus kommt man dann auch hervorragend zu schloss drottningholm und somit zur total durchlauchten königlichen königsfamilie. wenn man, wie wir (gregoire rechts und ich links), alles dafür tun würde, diese zu beeindrucken (huhu madeleine), kann man sich in seine badekluft und danach in dieses seltsame stockholmer gewässer direkt vorm schloss schmeißen. das hat dann (april) zwar temperaturen, dass einem die zähne und noch viel mehr klappern, aber was sein muss, muss sein (alte wikingerweisheit).
als wir erfuhren, dass madeleine, die aufsässige göre, gar nicht im schloss bei ihren eltern, sondern in einer wohnung in der stadt wohnt, waren wir auf unser somit völlig sinnloses opfer natürlich noch viel stolzer.
zum thema seltsames stockholmer gewässer: was ist das überhaupt? salzwasser? süßwasser? schweres wasser? mir war leider in dem richtigen moment zu kalt, um darauf achten zu können, außerdem hätte bei dem gedanken an prinzessin madeleine natürlich alles zuckersüß geschmeckt..

irgendjemand muss den job ja machen
unser royaler erfolg wurde dann natürlich auch ausgiebig gefeiert. von mir durch das genüssliche paffen einer pfeiffe, von greg durch fachgerechtes durchdrehen.

stadshus
ja, was soll man dazu noch sagen? wunderschön.
wer sich (wie ich früher immer) wundert, warum dieser hässliche eckige turm (das rathaus) als das wahrzeichen stockholms gehandelt wird, dann sei ihm hiermit die antwort verraten: es gibt einfach nix besseres.
was natürlich nicht heißen will, dass die stadt nix zu bieten hat. es gibt jede menge traumhafte gässchen, türmchen, schlösschen und jede menge weitere verkleinerungsförmchen, aber eben wenige so signifikante dinge.

sthlm bei dunkel
so siehts aus wenn die sonne mal zufällig gar nicht da ist.

rivers will all turn to blood / frogs will fall from the sky / and the plague will rage through the countryside / lalalala