pfunkelferd blåg

das blåg wird seinem namen gerecht

August 31st, 2007

wie bereits angekündigt, machte pfunkelferd blåg anfang august eine betriebsreise ins wilde norwegen.
neben dem verfasser selber (huhu! halloo!) befanden sich noch weitere drei junge motivierte abenteurer im expeditionsteam. damit auf der langen reise auch für unterhaltung gesorgt ist, beschloss man kurzerhand, noch eine 18_köpfige horde noch jüngerer noch motivierterer abenteurer mit ins boot zu nehmen. ein großer glücksgriff, wie sich bald herausstellen sollte.
die wissenschaftlichen ergebnisse der expedition? ernüchternd. kaltes wasser in norwegen fühlt sich ähnlich erfrischend an wie kaltes wasser in deutschland oder schweden. norwegischer rekeost schmeckt genauso lecker wie schwedischer räkeost. und keine elche weit und breit.
phantastisch war es trotzdem. sehr verehrter leser, sehen sie selbst:

luntin im mund drin

in der ersten expeditionswoche bot sich uns unter anderem die möglichkeit, das seltsame lebewesen genauestens unter die lupe zu nehmen, welches dieser seite ihren namen gab: das pferd.
es stellte sich heraus, dass diese tiere durchaus in der lage sind, das 12_fache ihres eigenen schweifgewichts zu tragen und dieses auch mit dem größten vergnügen über stock und stein kutschieren. beeindruckend! verwunderlich auch, dass in unseren breitengraden im laufe der geschichte noch nie jemand auf die idee gekommen ist, diese zuverlässigen, starken, schönen tiere als lastentransporter oder zugtiere (zb für den personentransport) zu benutzen.
(merkzettel: hier weiterdenken – patentamt anrufen)

die karawane zieht weiter

dieses foto zeigt auf beeindruckende art und weise unser rastloses, nomadisches leben in der ersten woche. man zog von wasserloch zu wasserloch. wenn das örtliche blaubeervorkommen verknuspert war (üblicherweise nach einem tag), zog man weiter zum nächsten rastplatz.
dies ist ein hartes, undankbares leben voller gefahren. mitunter das schlimmste, was einem auf solch einer wanderung passieren konnte: vom pferd elvis angepupst zu werden. schrecklich.

hoppestul

kaum ist man am nächsten wasserloch angekommen, wird den pferden ihr gepäck entrissen und maulwurfshügelförmige plastikgebilde aufgespannt. möglichst schnell widmet man sich der eigenen körperhygiene, pflegt seine blasen und leckt seine wunden.

neverending love

auch zwischen den wanderungen sind unsere pferde immer für einen kleinen ausritt zu haben. im bild mein absolutes lieblingspferd augustine. sie ist das wohl anmutigste und schönste lebewesen, auf dessen rücken ich jemals meinen hut schwingen durfte. und sie trug die gitarre, wodurch sie meine sympathie natürlich von der ersten sekunde an gewonnen hatte.

jp - ein mann und sein pferd

wenn überhaupt jemals jemand müde wurde, dann waren es nicht die pferde, sondern höchstens der pferdeführer: jens peter – ein koloss von einem mann und in jeder hinsicht ein großes vorbild.
who’s in the house? jp’s in the house!

2h schönes wetter

wenn für 2h der himmel einmal nicht komplett wolkenverhangen und grau war, ließ sich die wahre schönheit norwegens nicht nur erahnen, sondern sogar hautnah erleben. wie das viele wasser da überhall hin kam, wird wohl für immer eines der ungelösten rätsel dieser erde bleiben.

offroad skating

da ich es als semiprofessioneller skater natürlich keine woche ohne mein board aushalten konnte, wurden zumindest ersatzsprünge geübt und dabei das leben der kinder aufs unverantwortlichste aufs spiel gesetzt. verzeiht.

caspar david friedrich

ein weiteres mal möchte ich auf die schönheit dieses landes hinweisen. wo der deutsche schon lange atomkraftwerke, mülldeponien und gammelfleisch_fabriken hingebaut hätte, befindet sich hier unberührte natur. ein geheimtipp für alle, die auf bäume und wasser und sowas stehen.

matscheschuh + matschefuß

zu viel bäume und zu viel wasser führen zu einem phänomen, das in der fachwelt als “matschefuß” bezeichnet wird. nach einer woche wandern in nassen schuhen, beginnen die fußknochen eine geleeartige konsistenz anzunehmen und die hornhaut des fußes saugt sich mit 3 litern wasser voll, so dass der fuß in den extremsten fällen auf das achtfache seiner ursprünglichen größe anschwillen kann.

raje hytta

nach 7 erfolgreichen tagen der wanderung kam man erschöpft am basecamp “raje hytta” an. hier wurde einem eine all_inclusive verpflegung vom feinsten geboten und schnell vergessen waren die tage des verzichts, des pfisterbrotes und der tütensuppen.
spektakuläres passierte in der zweiten woche nicht mehr, da das gesamte expeditionsteam sich sofort auf seine tagebücher stürzte, um eine woche lang mit leuchtenden augen begeisterte berichte wie diesen hier in seine tagebücher meißelte.

rivers will all turn to blood / frogs will fall from the sky / and the plague will rage through the countryside / lalalala