Someone’s Plus One – Großartiger Ausdruck!
“Was ist hier eigentlich los,” wird sich so mancher regelmäßige leser denken, “so lange kein eintrag und jetzt auf einmal in partieller großschreibung? Dieser malte ist mir nicht geheuer. Ich weiß nicht, ob das weiterhin das blåg meines vertrauens bleiben kann.”
Doch sei beruhigt, lieber leser. Nimm dir einen becher glühwein und kraule dich unter der achsel, denn dort ist es auch im winter kuschelig warm.
Ich frage mich, warum öffentlicher alkohol_ und drogenkonsum in deutschland so verpönt ist (jedenfalls werde ich meist recht verachtend angeschaut, wenn ich mit einer gediegenen flasche Salvator in der ubahn reise.), kaum aber fallen die ersten schneeflocken und es gibt weihnachtsgebäck in den supermärkten (also so gefühlt ab anfang juni), schon ist es auf einmal erlaubt, sich auf offener straße, nein sogar mitten auf dem marienplatz, mit erwärmtem gewürzten billigwein die kante zu geben. Schluss mit dem geglühweine, kinder! Trinkt lieber vodka, davon bekommt man wenigstens keinen kater und muss am nächsten tag bis 6 uhr abends das bett hüten, aber das ist eine andere geschichte.
Noch eine andere ist die der bereits erwähnten partiellen großschreibung. Ich dachte mir, es sei zeit, die wiederentdeckten shifttasten meines neuen laptops einmal auszuprobieren. Ich muss sagen, sie machen sich ganz gut, auch wenn ich noch keine durchgängig konsequente möglichkeit ihrer anwendung gefunden habe.
Nun könnte ich entweder über politik oder über musik schreiben. Da man sich bei ersterem meistens darüber aufregen muss, wie strunzdumm manche leute sind, widme ich mich lieber der musik und der tatsache, wie strunzintelligent John Darnielle ist. Dieser sagte nämlich zum erscheinen seines neuen Mountain Goats albums:
We are really excited about this album, and we wish it were out right now, but there is a law against releasing albums in December unless you are Queen.
Any album you see released in December is actually by Queen, no matter what it says on the cover.
Then in January everybody is recovering from having listened to too much Queen.
Hence, February. See you then!
Und noch etwas: “The Mountain Goats! Top of the pops!” rief Art Brut sänger Eddie Argos (der mit dem kiesweg) auf einem konzert in North Carolina. Dies kann man natürlich dank handykameradreckscheißdickfucksuck auf youtube nachsehen.
Auf der selben dubiosen videoplattform kann man sich übrigens auch eines der schönsten musikvideos von einer der schönsten sängerinnen (Scout Niblett) ansehen, die dabei von einem der hässlichsten sänger (Will Oldham) unterstützt wird, welcher aber dafür umso grandioser singt, und darum gehts ja. Anschauen! Bitte.
Scout Niblett werde ich übrigens beim Bavarian Open am 1. dezember bewundern dürfen, wofür ich 3 der letzten 6 karten ergattert habe. Juhuu!
Eine band, die optisch und musikalisch stark an The Decemberists erinnert, heißt Okkervil River. Sie ist unheimlich gut und gibt zudem unheimlich gute konzerte, zb letzten dienstag in der Registratur, die man niemals, wirklich niemals mit “Regi” abkürzen darf. Leute, die sich einen cappu oder einen caipi bestellen, sollten diesen übrigens meiner meinung nach mit einem freundlichen lächeln direkt über den kopf gekippt bekommen.
Aber zurück zu Okkervil River. Ganz besonders schön ist das lied A Girl In Port. Man kann sich das gesamte neue album The Stage Names auf der homepage anhören. Und das sollte man wirklich auch tun.
Zum schluss möchte ich erwähnen, dass ich es absolut nicht haben kann, wenn meine bettdeckenecken nicht in den dafür vorgesehenen ecken des bettbezuges stecken. So kann man doch nicht einschlafen. Ich rufe hiermit sämtliche erfinder dazu auf, eine lösung dieses problems zu finden. Und kommt mir bitte nicht mit sicherheitsnadeln, denn dies ist unästhetisch und zudem gefährlich.
Ich wünsche euch einen schönen abend, vergesst nicht, Tatort anzuschauen und immer eine gute figur auf öffentlichen toiletten zu machen, schließlich könnte euch dort euer zukünftiger ehepartner begegnen.
Nochwas: Zu weihnachten wünsche ich mir einen steinmader oder einen gecko. Stubenrein sollten sie sein. Ist so etwas gerade nicht zur hand, so wäre ich auch oder sogar fast noch mehr erfreut über einen schwarzen labrador_welpen oder irgendeine ähnliche mischung, ich bin da ja mal nicht so.