Meet the Eelsterbunny
Seit dem letzten eintrag ist viel passiert.
Das ist zwar eine lüge – in wahrheit ist absolut gar nichts passiert – aber ich brauche ja eine rechtfertigung, diesen beitrag zu schreiben. Schön finde ich, dass ein paar aufmunternde menschen sich tatsächlich bei mir beschweren, dass so lange nichts mehr aus meinen fingern in’s sogenannte internet tropfte. Ich antworte dann immer “Gerne würde ich es ja tropfen lassen, lieber aufmunternde mensch, aber mir fällt beim besten willen nicht ein, über was ich schreiben könnte”. Schreibblockade würde man das wohl nennen, wäre ich schriftsteller, aber zum glück verdiene ich meine brötchen ja auf anständige weise, nämlich mit nichtstun und schabernack.
Ein vorschlag lautete, ich solle doch meine aussage, der blinddarm sei ein darkroom für bakterien, zu einem eintrag ausformulieren, aber das halte ich für eine zumindest für mich schwer zu verwirklichende idee, ich fürchte, mein gehirn ist ein darkroom für gedanken, und ich bin mir wirklich nicht sicher, ob wir dort das licht anknipsen sollten.
So schreibe ich dann doch lieber über geschehenes und nicht geschehenes.
Meet the author: Ich bin glücklich und fast ein wenig stolz darauf, der weltbevölkerung mitteilen zu können, dass der verfasser dieser geistlosen buchstabenansammlung schon vor geraumer zeit den 25. jahrestag seiner fleischwerdung feiern durfte. Besser gesagt bestand die diesjährige katastrophe darin, dass er diesen jahrestag eben gerade nicht feiern durfte, da seine 25 mit der großmütterlichen 90 konkurrierte und man muss keine 4 semester analysis studiert haben, um erahnen zu können, welches fest in riesigem rahmen mit blackjack und nutten gefeiert wurde, und welches weitgehend fachmännisch ignoriert wurde.
Meet the easterbunny: Ist offenbar ein amerikanischer brauch, der darin besteht, dass ein osterhäslich bekleideter alkoholiker den ganzen tag auf einer parkbank sitzt und sich mit kleinen kindern fotografieren lässt. Ein traumberuf, wie ich meine!
Meet the Eels: Gleich mehrfach (wenn nicht gar potenziert) traumatisiert wurde ich durch das Eels_konzert, welches am 11.3.8 statt fand. Der erste schock bestand darin, dass ich beim lässigen schlendern über die ticket_homepage bemerkte, dass das konzert schon monate im vorfeld ausverkauft war. Als ich sah, für welche preise die karten das internetauktionshaus verließen, wurde mir gleich noch viel schlechter. Schwer traumatisiert verbrachte ich den abend also weinend im bett, nur um dann am nächsten tag gleich den nächsten schlag in’s gesicht zu erhalten. Aus unabhängigen und zuverlässigen quellen war nämlich zu vernehmen, dass das (bestuhlte) konzert mehr als irrelevant gewesen sei. Die SZ schrieb zb davon, dass man sich als publikum fast schon ein bisschen störend vorkam. Sehr geehrter Mark Oliver Everett, bitte schämen sie sich mehrfach und potenziert, falls sie dies hier lesen sollten.
Wie bereits im vorherigen beitrag erwähnt, war ich im befreundeten nachbarland skifahren. Zu berichten gibt es zwar auch hier nicht allzu viel, denn was beim skifahren so passiert, das muss ich nicht erst noch ausschweifend erzählen, denn man kennt es ja: Rein in’s auto, rauf auf den berg [ , rein in den lift, rauf auf die piste, zack, swisch, ziuuum, rechtskurve, linkskurve, bremsen ] x oft, rein in’s auto, zurück zum forsthaus, duschen, tee trinken, feuer machen, selbstentscheiderdackel streicheln.
An dieser stelle möchte ich erwähnen: Sollte unser allseits beliebter bayerischer nationalpapst Ratzinger das loch, welches er durch das abschaffen der vorhölle geschaffen hat, wieder mit etwas sinnvollem füllen wollen, so empfehle ich ihm, die reinkarnation in die katholische lehre aufzunehmen. Für mich wäre dies der endgültig ausschlaggebende grund, dieser fantastischen religiösen gruppierung beizutreten, nur um in meinem nächsten, spätestens aber übernächsten leben, als dackel wiedergeboren zu werden. Ob rauhaar oder kurzhaar wäre mir sogar egal, solange ich nur genügend füchse und dachse aus ihren bauten vertreiben dürfte.
Dass Juno die wohl beste jemals gedrehte komödie ist, muss ja wohl hier nicht mehr erwähnt werden. Erwähnenswert finde ich aber, dass das mädchen, Diablo Cody, das für diesen film völlig zu recht den drehbuch_oscar abräumte, mit ihrem blog berühmt wurde, der genauer gesagt eigentlich erst dann berühmt wurde, als sie begann zu strippen und darüber berichtete.
Was ich sagen möchte: Interessante karriere. Noch lote ich meine chancen aus..
Zu guter letzt möchte ich noch meinen unmut äußern. Würde ich anfangen, allgemein über das ja gar nicht mal mehr so neue rauchverbot in µnchner kneipen zu sprechen, müsste ich mich wahrscheinlich zu sehr aufregen und der sowieso schon gelangweilte leser müsste an dieser stelle noch weitere 200 zeilen ertragen, deshalb möchte ich hier nur leise erwähnen: Im Café King wird zwar das tanzverbot strikt eingehalten aber unter stiller duldung geraucht. Und zwar raucht nahezu alles, was finger hat, um eine zigarette dazwischen zu klemmen. Ich nicht, da ich an besagtem abend meine finger in der mit annähernder lichtgeschwindigkeit schwingenden toilettentür einklemmte. Wer mich also demnächst mit handschuhen und atemschutzmaske in dieser an sich fabelhaften lokalität antrifft, möge sich bitte nur leicht wundern.
Ich wünsche ein frohes osterfest mit vielen bunten eiern! (Durch welchen film wurde eigentlich Ellen Page vor Juno bekannt?)
