“Zu tief ins glas geschaut aber nochmal mit einem blauen auge davongekommen” und andere anekdotentättärä
Der seit dem letzten eintrag um gefühlte 92 jahre gealterte verfasser sitzt auf dem verfassereigenen balkon und unternimmt den verzweifelten versuch, sich gedanken zu machen.
Im kühlschrank schlummert ein glas mit kaffee, der später die grundlage für den besten eiskaffee der welt bilden wird, jedenfalls sieht dies der plan vor.
Weitere pläne gibt es nicht, aber das ist wohl völlig normal für einen menschen, der sich mit einem fulminanten bauchplatscher mitten ins diplomarbeitsleben gestürzt hat. Da dieses aber nicht nur brot_ sondern sogar brötchenlos ist, besteht zumindest nicht der druck, am wochenende die verdienten geldscheine in vergnügen (blackjack and hookers) und sinnlose elektronik_gadgets zu verwandeln.
Wobei das wiederum auch nicht die ganze wahrheit ist, da ich zumindest meine nicht vorhandenen brötchen in blackjack – nein – poker und sinnlose elektronik_gadgets steckte.
Und das ging so: In einem midlife_crisis_anfall dachte ich über all die dinge nach, die ich in meinem bisherigen leben noch nie getan habe und stieß natürlich sofort auf das bekannte und beliebte spiel poker. Sofort wurde eine kleine runde ins leben gerufen, in der ich mich durch reines aussitzen so wacker schlug, dass ich sogar ohne verlust nach hause gehen durfte.
Auch das neue gadget, nämlich ein japanisch_schwedisches mobiltelefon, werde ich ohne brötchenverlust bekommen, da ich großer überblicker des tarifdschungels geworden bin und einen tarif gefunden habe, der von sagenhafter günstigkeit ist, solange man unter den monatlichen inklusivminuten bleibt. Da ich das natürlich nie tun werde, kann man mich bald in der schuldenfalle besuchen. Mit dem alter kommt die dummheit.
Aber auch bei Vodafone selber scheint sie sich sehr wohl zu fühlen, die gute alte dummheit. Mittlerweile musste ich nämlich bereits ca. 20 mal die zum glück kostenlose hotline anrufen, nur um immer wieder widersprüchliche informationen zu erhalten. Hiermit möchte ich endlich einmal die macht des blågs nutzen: Liebe leser! Wenn ihr fans von kompetenter beratung und reibungsloser bestellabwicklung seid, lasst die finger von Vodafone! Hoffentlich sorge ich hiermit dafür, dass der aktienkurs streng monoton abwärts geht. Drecksunternehmen. Ich möchte fast sagen: Nahezu so schlimm wie Gericom, aber so weit kann man eigentlich auch wieder nicht gehen.
Zum glück wurde sie heute nun aber endlich freigeschaltet, meine neue alte nummer und ich bin wieder erreichbar, eigentlich ohne es jemals nicht gewesen zu sein.
Da dieses blåg ja seit dem letzten eintrag das thema abenteuergeschichten ganz groß schreibt, möchte ich in diesem beitrag auch nicht damit geizen, vor allem auch weil es der titel ja bereits ankündigt.
Für eine ganze abenteuergeschichte reicht mein erlebtes wohl leider nicht, wer interessiert sich schließlich schon für aufenthalte in der augenklinik des Schwabinger krankenhauses und für mobile augenduschen, die nicht vernünftig funktionieren und für eine fahrt mit der universitätsfeuerwehr? Nein, das ist wirklich nicht interessant genug, aber einen warnhinweis möchte ich zumindest noch anbringen: Was ist wohl das mit abstand dümmste, das man sich ins auge schütten kann? Richtig, flusssäure, aber wäre mir dies passiert, könnte ich das hier nicht mehr tippen. Nein, es war der gute alte bekannte aceton! Auch das ist kein großer spaß, wie ich zugeben muss, aber das auge scheint ein hervorragender selbstheiler zu sein und so kann ich hoffen, in diesem fall noch einmal mit einem blauen bzw roten auge davongekommen zu sein.
Der rest des lebens läuft auch irgendwie und ist nicht weiter der rede wert.
Ich grüße aus der dunkelheit!